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Article: Welche Haarverdichtungs Methoden gibt es?

Welche Haarverdichtungs Methoden gibt es?

Welche Haarverdichtungs Methoden gibt es?

Dieser Artikel wird sich im Laufe der Zeit immer weiter ergänzen und zu einem Nachschlagewerk der Haarverdichtung entwickelt. Falls Sie Anregungen oder Anmerkungen haben freuen wir uns jederzeit, wenn Sie uns ansprechen.

Übersicht der Haarverdichtungen:

  • Clip-in-Extensions
  • Schütthaar / Haarverdichtungsfasern
  • Toupets
  • Haartransplantation

Clip-in-Extension

Bei den sogenannten Clip-in-Extensions handelt es sich um breite Haartressen aus Echthaar. Diese Haarbänder werden mit speziellen Mini-Clips in das Haar geclipst. Die Anzahl der Clips sowie die Breite der Haartressen kann je nach Hersteller variieren. Häufig werden für den Hinterkopf breitere Tressen verwendet als für die Seitenpartien. Daher sind speziell für den Seitenkopf schmalere Tressen erhältlich.

Für ein ideales Erscheinungsbild ist es erforderlich sowohl den richtigen Farbton, die passende Länge als auch die korrekte Struktur zu wählen. Daher wird häufig zu Echthaar Extensions geraten, da diese der eigenen Haarstruktur am ähnlichsten sind. Aber auch der Haarschnitt kann sich positiv bzw. negativ auf das Ergebnis auswirken. Generell gilt, bei einem Stufen- oder fransigen Schnitt fallen die Kanten der fremden Haare weniger auf.

Genauso schnell wie die Haare in das eigene Haar eingearbeitet werden, können sie auch wieder jeder Zeit entfernt werden. Diese Methode dient also der schnellen Haarverlängerung beziehungsweise Haarverdichtung, die auch wieder reversibel ist. Besonders für Frauen sind die Clip-Ins besonders geeignet, da die Haartressen geschickt in dem (häufig längerem) Haar versteckt werden können. Das Haar sollte mindestens kinnlang sein, damit die Extension passend eingearbeitet werden können.

Wie werden die Extensions in das Haar eingearbeitet?

  1. Schritt
    Zur Vorbereitung wird das Eigene als auch das fremde Haar gekämmt. So, dass keine Knoten mehr in den Haaren vorhanden sind.
  2. Schritt
    Nun wird ein horizontaler Scheitel von Ohr zu Ohr gezogen. Am besten eignet sich hierfür ein Stielkamm. Ziel ist es, dass möglichst wenige Haare in den Nacken hängen und die Extensions problemlos in das Haar eingeclipst werden können. Dazu werden die Haare am Scheitel mit Hilfe einer Klammer hochgesteckt.
    Tipp: Toupieren Sie Ihre Haar leicht am Scheitel an, damit die Extension noch besser halten können.
  3. Die mittlere Klammer an der Haartresse wird als erstes in das Haar geclipst. Danach folgen jeweils die rechten und linken äußeren Klammern.
  4. Schritt
    Die breiten Haarteile folgen nun. Dazu werden zwei neue Scheitel von der Mitte des Hinterkopf leicht schräg nach vorne zu den Seiten gezogen. Arbeiten Sie die Extension, wie im Schritt 2, wieder ein. Sprich zunächst mit der mittleren Klammer beginnen und sukzessive nach Außen arbeiten.
    Der Vorteil dieser unterschiedlich hoch gezogenen Scheitel liegt in der gleichmäßigen Verteilung der Haare. Dadurch sieht das Erscheinungsbild wesentlich natürlich aus. Es liegt praktisch auf der Hand: Wer hat schon eine dichte und sehr volle Haarpracht im Nacken aber nur wenig Haare an den Seiten des Kopfes!?
  5. Schritt
    Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt: Auch ein klassischer Pferdeschwanz lässt dich durch Clip-In-Extensions aufpeppen. Einfach wie gewohnt einen Pferdeschwanz ziehen, die Extensions herum wickeln und einclipsen.

Noch ein Wort zur Pflege: Die neuen Haare sollen auch über einen längeren Zeitraum ansehnlich aussehen. Dazu ist ein wenig Pflege notwendig. Waschen Sie die Haare nicht unter heißem Wasser. Verwenden Sie stattdessen lauwarmes Wasser und streichen Sie vorsichtig Shampoo ins Haar. Das Shampoo sollte wieder ausgewaschen werden, in dem Sie einfach Wasser von oben über die Extension laufen lassen ohne dabei die Haare zu rubeln oder zu kneten. Durch diese Technik vermeiden Sie die Bildung von Knötchen. Auch das anschließende Trocken sollte möglich hitzefrei vollzogen werden. Also Föhnen nur bei leichter und lauwarmer Stufe. Vom Einsatz von Glätteeisen raten viele Hersteller dringend ab.

Schütthaar

Über die beeindruckenden Eigenschaften von Schütthaar haben wir bereits ausführlich berichtet. Es lässt sich nur soviel sagen: Wir sind begeistert! Die winzigen kleinen Haarfasern, die aus der Dose auf das lichte Haar gestreut werden, verbinden sich mit den eigenen Haaren und es sieht so aus, als wenn das lichte Haar wieder voll und dicht wäre. Das Make-Up für die Haare lässt sich mit der nächsten Haarwäsche schnell wieder entfernen. So einfach ist der Wundertrick. Man sieht keinen Unterschied zum normalen Haar. Sie werden es lieben.

Vektor Wirkung Schütthaar
Vorher Nachher Schütthaar

Toupets

Toupets (oder Umgangssprachlich "Fifi" genannt) sind Halb- oder Teilperücken und dienen der Kaschierung von teilweisem Haarausfall, wie es zum Beispiel der Fall bei einer Halbglatze oder einer Stirnglatze der Fall sein kann. Toupets werden sowohl mit Echthaar als auch mit Kunsthaar angeboten. Auch die Art der Befestigung variiert sehr: Nutzer können zwischen einer dauerhaften oder abnehmbaren Lösungen entscheiden.

  • Permanente Befestigung
    Bei einer permanenten Befestigung werden spezielle Hautkleber eingesetzt, um das Toupet auf der Kopfhaut zu befestigen. Somit muss auch im täglichen Alltag nicht auf das Sport- oder Schwimmprogramm verzichtet werden. Grundlage einer sicheren Verbindung zwischen Kopfhaut und Toupet ist das Entfernen / Rasieren der Haare. Nur so, kann der Hautkleber ideal und sicher das fremde Haar mit der Kopfhaut verbinden. Eine Erneuerung der Befestigung sollte alle 4-6 Wochen durch einen Spezialisten erfolgen. Nur so ist das ideale Ergebnis gesichert.
  • Semi-Permanente Befestigung
    Patienten, die eine empfindliche Kopfhaut haben oder zu vermehrter Schweißbildung neigen, sind mit der Semi-Permanenten Befestigung besser beraten. Aber auch, wer den regelmäßigen Gang zum Spezialisten scheut, wird mit dieser Lösung zufriedener sein.
    Spezielle Klebestreifen werden dafür auf der Kopfhauf aufgebracht und das Toupet daran festgeklebt. Diese Anwendung kann durch den Träger selbst durchgeführt werden.
  • Keine Befestigung
    Der Ursprung des Toupets liegt bereits einige Zeit zurück, als noch keine Spezialkleber für den Einsatz mit empfindlicher Haut entwickelt wurden. Zu dieser Zeit wurden Toupets einfach auf den Kopf gesetzt. Im schlimmsten Fall führt dies zu peinlichen Situation, wie es in manchen Hollywood Filmen zu sehen ist. Besonders ältere Toupetträger greifen zu dieser Methode, wenn keine Umstellung der Gewohnheiten gewünscht ist.

 

Wie ist ein Toupet aufgebaut?

Toupets können im Allgemeinen aus drei unterschiedlichen Materialen gefertigt werden. Jeder Werkstoff hat dabei Vor- sowie Nachteile. Insbesondere das Aussehen bzw. die Natürlichkeit sowie der Tragekomfort werden durch die verwendeten Materialien beeinflusst.
  • Tressentoupet
    Eine Tresse besteht aus einen Baumwollband, auf dem die Haar maschinell aufgenäht werden. Viele aneinander gefügte Tressen ergeben dann das Toupet. Durch die Verarbeitung weisen Tressentoupets eine besondere Robustheit bzw. Widerstandsfähigkeit auf. Gleichzeit leiden diese Toupets durch die maschinelle Verarbeitung an Natürlichkeit und werden nur selten 100 %ig perfekte Ergebnisse erzielen. Teilweise werden für den Ansatz andere Verfahren genutzt, um das Ergebnis natürlicher aussehen zu lassen. Der Vorteil von Tressentoupets liegt jedoch in den günstigeren Einstiegspreisen.
  • Monofilament/Netz
    Filigraner fallen so genannte Monofilament-Toupets aus. Auf einem hauchdünnen Netz werden handgeknüpft Haar eingearbeitet. Dadurch sieht diese Art von Toupets besonders natürlich aus. Die Vorteile ergeben sich aus der Luftdurchlässigkeit, die den Tragekomfort wesentlich erhöht. Nachteilig erweist sich jedoch der hohe Preis, der sich unter anderen durch den hohen Anteil an Handarbeit ergibt.
  • Folientoupets
    Eine dritte Möglichkeit ergibt sich aus den Folientoupets, die entweder farblos oder in einer hautähnlichen Farbe angefertigt werden. Statt dem Knüpfen der Haare werden diese oft gestochen. Dadurch sieht es so aus, als wenn die Haare aus der Kopfhaut wachsen. Nachteilig erweist sich durch die Herstellungsmethode jedoch die geringe Haltbarkeit.

Haartransplantation

Bei dieser Haarverdichtung ist es entscheidend, dass Haarausfall ein Resultat der reduzierten Dichte der Haarfollikel ist. Bei einer Haartransplantation werden gezielt Haarfollikel verpflanzt, um das Erscheinungsbild wieder Voller und Dichter aussehen zu lassen. Es werden also nicht nur Haare verpflanzt sondern vielmehr das Haar samt Haarwurzel und dem sich darum befindlichen Bereich innerhalb der Kopfhaut. Aus den so verpflanzten Haarfollikeln können nun wieder Haare wachsen. Für diese Methode ist es jedoch zwingend erforderlich, dass der Patient / Betroffene über ausreichend viele Spenderhaare verfügt, die verpflanzt werden können.

Ganz schmerzfrei kann eine Haartransplantation vermutlich nicht vonstatten gehen. Zumindest ist eine örtliche Betäubung notwendig, da der Arzt einen bis zu 10 mal 10 cm breiten Hautstreifen entnimmt. Die dadurch entstehende Hautwunde wird anschließend wieder vernäht. Dem Hautstreifen kann der Arzt nun die entsprechenden Spender-Follikel entnehmen. Dazu wird der Hauptstreifen in so genannte Grafts unterteilt. Diese Grafts enthalten bis zu fünf Haare. Anschließend werden Löcher in die Kopfhaut gestanzt, an denen zukünftig wieder Haare wachsen sollen. In diese Löcher werden die entnommenen Haarfollikel eingesetzt. Der Eingriff kann bis zu mehreren Stunden dauern und es ist nicht garantiert, dass wieder Haare wachsen beziehungsweise die verpflanzen Haarwurzeln durch den Körper abgestoßen werden. Nach circa drei Monaten wachsen aus den verlagerten Haarfollikeln wieder Haare.

Die Haartransplantation Kosten werden in der Regel nicht von der Krankenkasse übernommen. Es handelt sich hierbei um einen einen Schönheitseingriff. Die günstigsten Anbieter bieten Haartransplantation ab circa 2000 € an. Die Preise können je nach Umfang des Eingriffes variieren. Immer wieder Werden besonders günstige Haartransplantationen in der Türkei beworben. Grundsätzlich sollten diese Angebote immer hinterfragt werden.

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